raumstudien wasser / "dichten"

langzeitstudie zur erforschung von raumbildung und -dichten durch frequenzen, die mittels wasser visualisert werden.

"das meiste dieser theorie wurde als ergebnis von schriftlich festgehaltenen kontakten und kommunikationen mit bewohnern dieser angeblich separaten realitäten entwickelt. ich glaube inzwischen, dass diese ebenen unseren physikalischen raum völlig durchdringen und gemeinsam nebeneinander existieren, sie aber nur wenig übereinander wissen. 

 

ein einfacher vergleich, den ich früher schon einmal herangezogen habe, ist die betrachtung von schauspielern in zwei verschiedenen fernsehsendungen, die beide auf dem gleichen fernsehgerät empfangen, aber nicht gleichzeitig gesehen werden können. dies scheint zu sein, was wir im täglichen leben erfahren: ein kanal oder eine dichte der existenz, des seins, völlig ahnungslos darüber, dass unzählige wesen andere frequenzbereiche unseres physikalischen raums besetzen. der punkt von all dem ist, dass unsere realität nicht unübertreffbar oder die einzige ist; vielmehr ist sie nur gegenwärtig unsere realität. […] was ich sage ist gleichbedeutend mit der aussage, dass das vierte programm auf einem fernsehgerät zwar dem 3. programm gleicht, aber nicht auf dessen programmplatz läuft. 

 

wenn man die aufgabe bekäme, ein maßstabsgetreues modell irgendeines atoms nachzubauen, bei dem die größe einer erbse dem atomkern entspricht, müsste das modell so groß wie ein fußballstadion sein, um nur die innersten kreisenden elektronen zu beinhalten. wenn man die erbse genau in die mitte des spielfeldes legen würde, dann entspräche ein kleines wattebällchen auf dem obersten sitz der tribüne einem elektron des atoms. in der materiellen welt gibt es tatsächlich nur wenig materie. wenn man die sterne am nachthimmel betrachtet, sieht man etwas ganz ähnliches wie das, was man wahrscheinlich sehen würde, wenn man auf dem zellkern eines atoms aus „solider“ materie stehen könnte und hinaus in die umgebung blicken würde. 

 

um die existenz eines elektrons zu demonstrieren, würde ein physiker wahrscheinlich eine kurvenförmige spur eines elektrons auf einer fotoplatte zeigen. was er vermutlich nicht sagen würde ist, dass dies nur ein beweis aus zweiter hand ist. das elektron selbst wurde nie beobachtet; nur seine wirkung auf ein dichtes medium kann aufgezeichnet werden. es ist natürlich möglich, exakte mathematische berechnungen über das anzustellen, was wir ein elektron nennen. für eine solche arbeit müssten wir einige daten über die magnetfeldstärke, elektronenladung und beschleunigung kennen. da ein magnetfeld aber durch bewegte ladungen entsteht, die wiederum empirisch beobachtete phänomene sind, verdeckt ein solches mathematisches ablenkungsmanöver die tatsache, dass sich unser wirkliches wissen darauf beschränkt, dass geladene teilchen eine wirkung aufeinander ausüben. 

 

erfahrene wissenschaftler wären die ersten, die ihre zustimmung zu der aussage geben würden, dass es für nichts eine absolute wissenschaftliche erklärung gibt. wissenschaft ist vielmehr eine methode oder ein werkzeug der vorhersage, bei der eine oder mehrere beobachtungen in beziehung zueinander gesetzt werden. in der physik wird dies gewöhnlich durch die sprache der mathematik bewerkstelligt. unser wissenschaftliches lernen ist ein lernen durch beobachtung und analyse dieser beobachtung. im sinne eines durchdringens des fundamentalen seins der dinge wissen wir wirklich überhaupt nichts. 

 

ein magnetisches feld ist nichts anderes als eine mathematische methode, mit der die relative bewegung zwischen elektrischen feldern ausgedrückt wird. elektrische felder sind komplexe, mathematische interpretationen einer völlig empirischen beobachtung, ausgedrückt im coulombschen gesetz. in anderen worten besteht unser wald der wissenschaftlichen erkenntnis und erklärungen aus bäumen, von denen wir nichts verstehen, außer ihren auswirkungen, ihrem vorhandensein. 

für eine person, die nicht mit den internen arbeitsweisen der modernen wissenschaft vertraut ist, mag es scheinen, dass der moderne mensch seine umwelt gut unter kontrolle und völlig durchschaut hat. nichts könnte weiter von der wahrheit entfernt sein."

  

[james allen mccarty, don elkins, carla rückert / auszug aus “das gesetz des einen“, buch eins]

dichten / raumstudien / 2013 - 2016

film: 22quadrat / sound: tim erdmann [monokrom]